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Maria Christina-Eggers

Maria-Christina EggersSeit September 2005 lebt und arbeitet die deutsche Psychologin Maria-Christina Eggers in Jerusalem. Als langjähriges Mitglied des Katharina-Werk Basel leitet sie Beit Caterina, einen Ort der Begegnung von Menschen christlicher, jüdischer und muslimischer Religion.

Inzwischen hat Maria-Christina Eggers ein lokales Netzwerk aufgebaut und pflegt Kontakte zu Bewohnern aus Jerusalem wie auch den besetzten palästinensischen Gebieten, unabhängig von deren Religion und Herkunft.

Bereits seit 1992 treffen sich in der Schweiz junge Leute aus Kriegs- und Krisengebieten verschiedener Erdteile zu Peace Camps, die vom Katharina-Werk veranstaltet und massgeblich von Maria-Christina Eggers geleitet werden. Zu den Teilnehmenden gehören seit 2001 auch Christen, Juden und Muslime aus Israel und Palästina.

Maria-Christian Eggers ist darüber hinaus Organisatorin des Future Leader Forum Middle East des Lassalle-Instituts, CH-Edlibach. Dort sowie bei ähnlichen Anlässen sind wir in den letzten Jahren mit ihr ins persönliche Gespräch gekommen und hörten von akut bedürftigen Kindern in Palästina.

Sami Awad

Sami AwadSami Awad stammt aus einer christlich-palästinensischen Familie in Jerusalem. Seine Familie wird im Krieg 1948 aus Jerusalem vertrieben, das sie bis heute nicht mehr betreten dürfen. Seine Eltern, die sich im Flüchtlingslager in Bethlehem kennenlernen, gehen in die USA, wo Sami geboren wurde. Anschließend kehrt die Familie nach Bethlehem zurück. Samis Idol wird sein Onkel, Mubarak Awad, der „Gandhi Palästinas“, der in den Achtziger Jahren Palästina verlassen muss und heute in den USA lebt. Als Jugendlicher engagiert Sami sich im gewaltfreien Widerstand der ersten Intifada, entgeht mehrmals beim Flugblatt-Verteilen nur knapp der Festnahme. Um einen Gefängnisaufenthalt zu verhindern, schicken ihn seine Eltern nach Washington D.C., wo er Friedensforschung und Konfliktlösung studiert. Er kehrt zurück als Lehrer für gewaltfreien Widerstand und gründet den Holy Land Trust in Bethlehem.

Heute unterrichten er und seine Mitarbeiter Kindergärten, Schulen, auch ganze Dörfer, Polizeigruppen und politische Parteien an verschiedensten Orten Palästinas in gewaltfreier Aktion. Sami Awad verbindet die Lehren von Gandhi mit der Botschaft Jesu und mit den gewaltfreien Traditionen der palästinensischen Gesellschaft. Er sieht den israelisch-palästinensischen Konflikt als eine Auswirkung der globalen Gewaltstruktur und widmet sein Leben der Aufgabe, diese globale Gewaltstruktur aufzulösen. Sein Beitrag liegt in der Mitgestaltung von Lösungen auf lokaler Ebene. Sami ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Ann Admon

Ann AdmonAls Jüdin in den USA geboren lebt Ann Admon als israelische Staatsbürgerin in der Nähe von Jerusalem. Sie arbeitet seit vielen Jahren im Flüchtlings-Camp Shufat als Projektleiterin in einem Gesundheitsprojekt, das den Traum und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Menschen jeder Religion und Herkunft, Palästinenser und Israeli, anerkennt und hierzu einen aktiven Beitrag leistet. In enger Zusammenarbeit mit einem palästinensischen Arzt (Dr. Salim Anati), Lehrern, und Sozialarbeitern setzt Ann Admon sich mit ihrer Arbeit als Integrierte Manuelle Therapeutin für die Verbesserung einer umfassenden, ganzheitlichen Gesundheit von Kindern ein, die in diesem Flüchtlings-Camp mit einigen Herausforderungen und unter einfachsten Bedingungen aufwachsen.

Mohammad Abdul Rahman

Mohammad Abdul RahmanViele Kinder haben eine verlangsamte körperliche Entwicklung oder Lernschwierigkeiten in der Schule, Folgen der erlebten Traumata und emotionalen Verletzungen oder der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in Shufat. Ein gemeinnütziger Verein für die schulische Ausbildung von Behinderten und Sonderschülern unter der professionellen Leitung von Mohammad Abdul Rahman koordiniert die Angebote für diese Kinder am Community Center Shufat. Durch die individuelle Lernförderung von der Lehrerin Ibtesan Abu Rajab erhalten jeweils 8 bis 12 Kinder die Chance, nach einigen Monaten Sonderschule mit auf das einzelne Kind abgestimmter Förderung, den Anschluss an den üblichen Schulunterricht zu bekommen und sich dort zu integrieren.

Ibtesam Abu Rajab

Viele Kinder haben eine verlangsamte körperliche Entwicklung oder Lernschwierigkeiten in der Schule, Folgen der erlebten Traumata und emotionalen Verletzungen oder der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in Shufat. Ein gemeinnütziger Verein für die schulische Ausbildung von Behinderten und Sonderschülern unter der professionellen Leitung von Mohammad Abdul Rahman koordiniert die Angebote für diese Kinder am Community Center Shufat. Durch die individuelle Lernförderung von der Lehrerin Ibtesan Abu Rajab erhalten jeweils 8 bis 12 Kinder die Chance, nach einigen Monaten Sonderschule mit auf das einzelne Kind abgestimmter Förderung, den Anschluss an den üblichen Schulunterricht zu bekommen und sich dort zu integrieren.

Dr. Salim Anati

Im Gemeinschafts-Zentrum des Flüchtlingslagers Shu’Fat ist Dr. Salim Anati verantwortlich für die Koordination der sozialen, psychologischen und medizinischen Aktivitäten. Trotz unzureichender technischer Ausstattung und fehlenden Mitteln für medizinische Behandlung ist er stets bestmöglich um die Gesundheit aller Kinder und ihrer Familien besorgt.

Dr. Abdullah Abu Helal

Abu Dis ist ein kleiner Ort vor den Toren von Jerusalem, zunehmend  isoliert von aller Umgebung und nur nach passieren von Checkpoints in der Mauer zu erreichen. Die Bewohner wurden von der früher üblichen Versorgung durch die medizinischen Institutionen in Ost-Jerusalem abgeschnitten, selbst einen Krankenwagen für medizinische Notfälle in Abu Dis gibt es nicht - infolge unerfüllbarer bürokratischer Vorschriften. Dr. Abdullah Abu Helal arbeitet als Medizinischer Direktor mit einem Team von Mitarbeitern im Abu Dis Medical Center und koordiniert ausserdem die Aktivitäten der Shehadah Mohsen Diabetic Clinic. Dort betreut er auch mehrere Kinder mit Diabetes und ist bemüht ihnen auch die notwendigen, teuren Spezial-Medikamente zu verschaffen, die für bedürftige Familien oft nicht erschwinglich sind. Am Al Marfa Mental Health Center organisiert Dr. Abdullah zusammen mit einer Psychologin Programme zur Reduktion häuslicher Gewalt. Darüber hinaus ist er engagiert in der Camden Abu Dis Friendship Association, in der Kinder und Erwachsene unter anderem zusätzliche Bildungsangebote erhalten.

Omar Hamad

Die Situation der Kinder verschlechtert sich nicht nur in den besetzten Gebieten des Gaza-Streifens und der Westbank, sondern auch in Ost-Jerusalem zunehmend. Die Ausbildung an öffentlichen Schulen bietet häufig nur ein Minimalprogramm. Bildungschancen vergleichbar internationalen Standards sind nur an privaten Schulen gewährleistet. Diese jedoch sind für die meisten, oft kinderreichen, Familien finanziell völlig unerschwinglich. Viele begabte Mädchen und Jungen würden gerne in den Genuss einer besseren Ausbildung gelangen, um sich dadurch für eine Berufsausbildung zu qualifizieren. Omar Hamad ist seit vielen Jahren als Elternvertreter für eine verbesserte Schul- und Ausbildung engagiert.